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Kurze Wege für kurze Beine – für eine dezentrale Kinderbetreuung auf den Härten

Kurze Wege für kurze Beine – für eine dezentrale Kinderbetreuung auf den Härten

Wir als Härtenliste setzen uns für die Schaffung von wohnortnahen Betreuungsplätzen  in der Gemeinde Kusterdingen ein. Wir fordern die Gemeinde auf, dafür zu sorgen, dass die Kinder  eine Krippe oder einen Kindergarten besuchen können, der zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht werden kann.

Hintergrund:
Die Gemeinde Kusterdingen wird in den kommenden Jahren ihre Kinderbetreuungsplätze deutlich ausbauen um den realen und steigenden Bedarf zu decken. Es stehen verschiedene Szenarien im Raum, wo und wie Betreuungsplätze geschaffen werden können. Insbesondere die Idee einer zentralen, größeren Einrichtung im Kusterdingen  wird tlws propagiert.

Unsere Position:
Ein möglicher Neubau im Hauptort Kusterdingen reicht aus unserer Sicht nicht aus. Es genügt nicht, dem Rechtsanspruch der Eltern auf einen Betreuungsplatz in der Gesamtgemeinde zu erfüllen. Kinder und Familie - aber auch unsere Ortschaften – müssen uns mehr wert sein: Wir wollen, dass Kinder in ihrem unmittelbaren Umfeld betreut werden können, d.h. in Lauf- oder Fahrraddistanz.

Begründung:
Dörfliche Gemeinschaftlichkeit:

-Die Kinderhäuser sind in den Dörfern teilweise der einzige Begegnungsort. Hier entstehen Freundschaften und Netzwerke, die Eltern helfen sich gegenseitig, integrieren sich ins Dorf und gestalten Gemeinschaft. Lebendiges Dorfleben ist nur mit Begegnungsorten möglich.

-Die Kinder haben die Möglichkeit, Freundschaften im Ort zu schließen. Das ist in diesem Alter von unschätzbarem Wert und verhindert die Isolation von Kindern und ihren Familien im Dorf.

 

 

Pädagogisches Gründe:

-Der selbstständig erlaufene oder erfahrene Weg in den Kindergarten ist von großem pädagogischem Wert für die Kinder.Die Betreuung im Dorf ermöglicht es den Kindern, einen Bezug zu ihrer unmittelbaren Umgebung und Heimat zu entwickeln.
-Kinder dürfen nicht zu Pendlern gemacht werden, ihr Wohn- und Lebensmittelpunkt sollten ein und derselbe Ort sein. Sie können lernen, dass man seine Wege gut zu Fuß, mit dem Rad oder Roller erreichen kann und nicht für jeden Weg das Auto braucht.

Familienpolitische Gründe

-Den Familien ist es  aus zeitlichen, organisatorischen und  finanziellen Aspekten nicht zuzumuten, jeden Tag zweimal  - bis zu sechs Jahre lang -  mit den Kindern in den Hauptort zu pendeln.

Umweltpolitische Gründe:

Der Verkehr in den und im Hauptort nimmt zu.
-Wir sollten als Gemeinde Kusterdingen auf klimafreundliche Mobilität setzen und diese fördern, statt Eltern zum Autofahren zu nötigen.

Verfasst von Lena Kühn und Katrin Stefan