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Wo sind die Flohmarktstände? Teilnehmerliste Härtenflohmarkt

Hier die Liste mit den Flohmarktständen in den Kusterdinger Teilorten.

Zum Flyer

Nein! zu Glyphosat

Europäische Bürgerinitiative zum Verbot von Glyphosat

Glyphosat ist ein biologisch wirksamer Stoff, der seit den 1970er Jahren zur Unkrautbekämpfungin in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Die WHO-Krebsforschungsagentur (IARC) bewertet Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ für Menschen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die Europäische Chemie-Agentur (ECHA) kommen dagegen nicht zu diesem Schluss.

Wir alle können warten bis sich aus den vielen Gutachten und Gegengutachten eine gemeinsame Bewertung aller Wissenschaftler ergibt. Oder wir können fordern, dass Glyphosat und verwandte Substanzen aus sogenannten „Pflanzenschutzmitteln“ verschwinden.

Es gibt mittlerweile viele Initiativen, die ein Verbot von Glyphosat fordern. Sie können gerne die Unterschriftenliste für eine Europäische Bürgerinitiative downloaden, ausdrucken, an Freunde und Bekannte weiterreichen und dann bis zum 15. Juni an die dort angegebene Adresse einsenden.

Wer keinen einfachen Zugang zu den technischen Möglichkeiten des Internet hat, darf sich gerne direkt an uns wenden. Wir drucken gerne einige Exemplare für Sie aus.

Neustart: Biotopvernetzung Kusterdingen

Schon 1991 gab es eine Kartierung der Biotope auf der Gemarkung Kusterdingen. Die einzelnen Biotope wurden untersucht und Maßnahmen erarbeitet, was getan werden kann, um die Biotope zu erhalten, verbessern und miteinander zu vernetzen.

Beim Treffen des AK Naturschutz auf den Härten im Mähringer Rathaus im Mai wurde das Konzept wieder durch Ortsvorsteher Fritz Braun vorgestellt und beschlossen, erneut  eine Bestandsaufnahme zu machen und sich wieder der Aufgabe zu stellen. 

Durch ausgeräumte Landschaften, zu frühes Mähen, Einbringen von Pflanzenschutzmitteln, Unkrautvernichter wie Glyphosphat, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein und Insektiziden nimmt die Artenvielfalt unter den Pflanzen, Insekten, Vögeln und Kleinsäugern dramatisch ab.
Also Grund genug, jetzt wieder verstärkt in das Thema einzusteigen. Schon jetzt sind etliche Bodenbrüter wie Rebhühner nicht mehr auf den Härten an zu treffen. Doch wenn sich nur die Naturschützer treffen und darüber einig sind, dass dringend gegen diese Entwicklung gegengesteuert werden muss, nützt das nur wenig. Ohne dass die Pächter und Grundsbesitzer mitmachen geht nur auf wenigen gemeindeeigenen Grundstücken etwas voran.

Also Grund genug, jetzt wieder verstärkt in das Thema einzusteigen. Im AK Naturschutz wurden bei den letzten Treffen Vertreter der Landwirte vermisst, die in den ersten Jahren sich rege beteiligten. Es wäre schön, wenn sich auch Landwirte wieder mit dem Thema beschäftigen und zu einem Austausch in den AK Naturschutz zurückkehren. Es gibt zwischen den Naturschützern und den Landwirten  sicher unterschiedliche Ansichten, aber das gemeinsame Ziel, eine lebenswerte Umwelt zu erhalten, nützt schlussendlich uns allen!

Vielleicht hat der eine oder die andere Lust, sich mal die im Maßnahmenkatalog beschriebenen Stellen anzuschauen und zu fotografieren und den Stand zu dokumentieren. Dies ist die Voraussetzung, dann vor Ort im "eigenen Flecka" einen kleinen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt bei zu tragen.
Die Ergebnisse können an folgende Maiadresse geschickt werden:

info@m-schauecker.de

Hier der Download eines Auszugs aus dem Skript "Biotopvernetzungskonzept von 1991"

Hier der Download der Karte mit den Biotopen

Der Termin fürs nächste Treffen des AK Naturschutz ist der
11. Juli, 20.00 Uhr, Rathaus Mähringen.

Bereits um 18.00 trifft man sich dort, um einige Stellen der möglichen Biotopvernetzung zu begutachten (mit dem Fahrrad).

Resolution gegen Export von Kleinwaffen

Hier die Antwort vom Ministerium:

Sehr geehrter Herr Dr. Starrach,
vielen Dank für Ihre Nachricht vom 28. 11. 2016 und die von Ihnen an Herrn Minister Gabriel übersandte Resolution des Vereins Härtenliste, Umweltschutz und Demokratie e.V.
Die Bundesregierung betreibt eine zurückhaltende, verantwortungsvolle Rüstungsexportpolitik. Rüstungsexporte sind auch nach Ansicht von Sigmar Gabriel kein Mittel der Wirtschaftspolitik. Ob Ausfuhren von Rüstungsgütern genehmigt werden, hängt in jedem Einzelfall von außen- und sicherheitspolitischen Erwägungen ab. Diese Erwägungen werden regelmäßig bei anstehenden Exportentscheidungen als Maßstab angelegt, bevor eine individuelle Entscheidung getroffen wird.
Sigmar Gabriel sieht ähnlich wie Sie, dass Kleinwaffen besonders sensible Rüstungsgüter sind, da diese in inneren und grenzüberschreitenden Konflikten zu den meisten Opfern führen und leichter von Kriminellen missbraucht werden können. Am 26. Oktober 2016 hat das Bundeskabinett den Zwischenbericht über die Rüstungsexporte im ersten Halbjahr 2016 beschlossen. Auch im ersten Halbjahr 2016 wurde der Kurs einer restriktiven und verantwortungsvollen Rüstungsexportpolitik fortgesetzt. Insgesamt wurden bis zum 30. Juni 2016 Exportgenehmigungen mit einem Gesamtwert von 4,03 Milliarden Euro erteilt. Davon entfallen allein 1,71 Milliarden Euro (rund 42,5 Prozent) auf die EU, NATO und NATO-gleichgestellte Länder, mit denen die Bundesregierung eine besonders enge sicherheitspolitische Partnerschaft verbindet.
Auch die Genehmigungen für Kleinwaffenexporte gingen insgesamt zurück: Von 12,42 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2015 auf 11,64 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2016. Auf Drittländer, also Länder, die weder der EU noch der NATO angehören oder ihnen gleichgestellt sind, entfiel dabei lediglich ein Genehmigungswert von 3,4 Millionen Euro. Insgesamt wurde Kleinwaffenmunition im Wert von 283,8 Millionen Euro genehmigt, davon entfällt allein auf die USA Munition im Wert von rund 267,7 Millionen Euro - die Verzehnfachung des Genehmigungswertes in diesem Bereich ist daher allein auf die USA zurück zu führen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die aktuelle Bundesregierung im Rahmen der Möglichkeiten noch kein generellen Stopp bei der Produktion und dem Export von Kleinwaffen und deren Munition verhängen wird. Bundesminister Gabriel wird dennoch auch zukünftig bei seinen Kolleginnen und Kollegen im Kabinett konsequent für seine sehr zurückhaltende Haltung zu Rüstungsexporten werben. Wir bedanken uns im Namen von Bundesminister Gabriel für Ihr Engagement hoffen zeitgleich, dass Sie auch zukünftig dieses sensible Feld konstruktiv-kritisch begleiten und gehen davon aus, dass Sie unsere Antwort den Mitgliederinnen und Mitgliedern Ihres Vereins zur Kenntnis reichen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Team Bürgerdialog Referat LB 3 - Bürgerdialog

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Scharnhorststr. 34-37, 10115 Berlin
Internet: www.bmwi.de

Ansprache zum Volkstrauertag 2016 in Immenhausen

von Thomas Nielebock

100 Jahre nach der Somme-Schlacht den Volkstrauertag als einen Tag des Gedenkens an die Toten von Kriegen und die Opfer von Gewalt zu begehen, heißt für uns heute aber auch zu fragen, ob wir nicht auf dem Wege sind, uns einer Situation wie der vor dem 1. Weltkrieg anzunähern, in der der Nationalismus die vorherrschende Einstellung in den Bevölkerungen war. Kriegsbegeisterung kennen wir heute nicht und beim größten Teil der Jugend kann ich nicht erkennen, dass ein Kult der heroischen Tat gepflegt wird. Aber wir stehen vor einer Phase der Aufrüstung und was das uns vermittelte Bild vom Krieg betrifft, so stellt uns die Regierung auch humanitäre Interventionen als machbar und erfolgversprechend vor. Zudem haben wir in unserer Gesellschaft, noch viel mehr in Europa und weltweit gesehen, massive Konflikte um Demokratie und Respekt sowie um die Verteilung des Wohlstandes. Die einen sind als Verlierer der Globalisierung benachteiligt und in manchen Teilen der Welt fürchten die Menschen sogar um das nackte Überleben, die anderen fürchten, etwas von ihrem Wohlstand zu verlieren. Aus diesen Konflikten heraus entsteht Nationalismus. Er schien überwunden.
Mit dazu beigetragen hat die europäische Einigung. Den Politikern war es ab den 1950er Jahren gelungen, einen Zustand in Europa zu schaffen, der uns Bürgerinnen und Bürger nicht nur Frieden, sondern auch Wohlstand, Freiheit und die Möglichkeit gebracht hat, problemlos und ohne Gefahr andere Länder unseres Kontinents kennen und andere Menschen aus diesen Ländern lieben zu lernen. Für unsere Kinder und Enkel ist es gar nicht mehr vorstellbar, dass die Orte ihres Schüleraustauschs und ihrer Ferien einstmals Feindesland waren.

Diese europäische Einigung hat uns Deutschen die Chance gegeben, nach unserem Versagen 1933 und dem von Hitler-Deutschland angezettelten und rassistisch motivierten Krieg und dem Versuch, die europäischen Juden auszurotten, überhaupt wieder Teil der Völkergemeinschaft zu werden. Heute scheint der Nationalismus an vielen Ecken und in vielen Ländern – auch bei uns - wieder auf. Wir sollten uns deshalb vergegenwärtigen, dass – wie der französische Präsident Mitterand es einstmals sagte - Nationalismus letztlich Krieg bedeutet. Was Krieg bedeutet, zeigt uns die Somme-Schlacht, nur dass wir heute über Waffen verfügen, die innerhalb von Sekunden 1,1 Millionen Menschen in den Tod reißen können.

100 Jahre nach der Somme-Schlacht den Volkstrauertag als einen Tag des Gedenkens an die Toten von Kriegen und die Opfer von Gewalt zu begehen, sollte deshalb für uns heißen zu prüfen, ob wir selbst in unserem Alltag nicht schon wieder zu sehr in nationalen Kategorien denken. Wir übersehen dann vielleicht zu rasch, dass die Welt in vielen Bereichen so verflochten ist, dass es nationale Lösungen für unsere Probleme gar nicht mehr geben kann.
Wollen wir etwas voranbringen – und ein eindrückliches Beispiel ist die Eindämmung des Klimawandels – dann ist dies nur mit den anderen und nicht national-orientiert gegen die anderen möglich.
Dem Nationalismus wirken wir auch entgegen, wenn wir anerkennen, dass wir mehrere Identitäten und Zugehörigkeiten haben. Wir sind Immenhäuser, aber auch Kusterdinger, wir fühlen uns als Schwaben und/oder Württemberger, wir sehen uns als Deutsche (oder welche andere Nationalität wir auch haben mögen) und als Europäer. Und zu einem guten Stück sind wir auch Weltbürgerinnen und Weltbürger. Dies sind wir aus ganz eigennützigen Motiven, weil wir in Baden-Württemberg unseren Wohlstand zu einem guten Teil auch den ökonomischen Verflechtung mit der Welt – wenngleich diese gerechter werden müsste, um den Nationalismus anderswo entgegenzuwirken - zu verdanken haben. Wir sind aber auch Weltbürgerinnen und Weltbürger, weil wir in den Genuss der Menschenrechte kommen wollen, wo immer wir uns aufhalten. Wir nehmen sie selbstverständlich für uns in Anspruch. Mit welcher Begründung wollten wir sie dann aber anderen Menschen absprechen? Dies gilt insbesondere für jene, die heute vor Krieg und Gewalt fliehen, um ihr Recht auf Leben zu wahren. Waren es letztes Jahr vor allem die Menschen aus Syrien, so könnten es bald viele aus der Türkei sein. Ortvorsteher Maier sagte dazu letztes Jahr: „Empfangen wir sie mit offenen Armen.“ Das gilt auch heute noch, denn sie sind es, die heute unter Krieg und Gewaltherrschaft leiden und deren elementarste Menschenrechte bedroht sind.
100 Jahre nach der Somme-Schlacht den Volkstrauertag als einen Tag des Gedenkens an die Toten von Kriegen und die Opfer von Gewalt zu begehen, fordert uns auf, sich selbst zu prüfen, ob Versöhnung und Verständigung statt Ausgrenzung und Hass unsere Gedanken und unser Sprechen bestimmen. Gewalt beginnt – und das wissen wir alle – nicht erst, wenn es tätlich wird und Blut fließt. Gewalt ist vielfältiger. Wer hatte nicht das Gefühl, schon einmal durch abwertende Worte und Blicke oder ausgrenzende Taten verletzt worden zu sein? Wie die Bildungsorganisation der Vereinten Nationen UNESCO festgestellt hat, beginnt der Krieg in den Köpfen und damit bei unseren Gedanken und unserer Sprache.
100 Jahre nach der Somme-Schlacht den Volkstrauertag als einen Tag des Gedenkens an die Toten von Kriegen und die Opfer von Gewalt zu begehen, sollte deshalb Anlass sein, das Motto des VdK „Versöhnung über den Gräbern“ nicht nur an diesem November-Sonntag zu bedenken, sondern dieses Motto in den Alltag mitzunehmen. Damit wir im eigenen Umfeld ein bisschen dazu beitragen, der Gewalt und damit auch dem Krieg aktiv vorzubeugen, sollten wir als einen ersten Schritt dieses Motto für unseren Alltag neu übersetzen in die Aufforderung an uns selbst „So wie ich geachtet sein möchte, achte ich auch jene, die nicht so sind wie ich.“